2 wanderinnen stoecke

Nordic Walking Stöcke


Es gibt sie als feste Größen und als verstellbare Variante für unterwegs. Sie sind das Markenzeichen für Nordic Walking und haben sich in den letzten 10 Jahren enorm weiter entwickelt. Wir geben euch hier einen Überblick.

 


Nordic Walking Stöcke

Was eigentlich wie ein Ski- oder Wanderstock aussieht, hat bei genauerem betrachten weit mehr zu bieten, als es auf den ersten Blick scheint. Der Stock unterstützt maßgeblich eine gute Technik und einige warten mit vielen sinnvollen Funktionen auf.

 

Die Griff- und Schlaufenkombination

Es ist das wichtigste Kriterium beim Kauf.  Der Griff muss über die Schlaufe nah zwischen Daumen und Zeigefinger sein und frei beweglich sein. Wenn man die Hand öffnet, darf der Stock nicht nach unten wegsacken. Nur so kann ich den Griff vorne greifen und mich nach hinten lang abdrücken.

Auch wenn ich den Griff nur kurz in der Hand halte, sollte er ergonomisch geformt sein.

Als Material wird oft Gummi oder Kork eingesetzt. Wichtig ist die Griffigkeit auch bei Nässe. Kork fühlt sich außerdem angenehmer an, besonders bei tiefen Temperaturen.

Die Schlaufe sollte gut auf die Hand einstellbar sein. Das vermeidet Blasen und unnötige Druckstellen. Einige haben eingenähte Netze für eine bessere Luftzirkulation.

Auf  abnehmbare Schlaufen und Funktionen geh ich im unteren Bereich noch genauer ein.

Der Schaft

Diese bestehen aus Glasfaser oder Carbon. Es gab zwischenzeitlich auch Aluminiumstöcke.  Wichtig ist deren Steifigkeit. Wenn die Stöcke zu biegsam sind, neigen sie beim walken zu vibrieren. Das kann recht nervend sein.  Glasfaser hat das Problem nicht, ist aber schwerer als Carbon.

Die aktuellen Carbonschäfte haben eine Art Einheitsmischung und sind extrem Steif.

Verstellbare Stöcke sind meist eine Mischung aus Aluminium / Carbon oder nur Carbon mit speziell verstärkten Teilbereichen. Wenn ich mir die von LEKI ansehe, dann sind die außerdem extrem stabil. Diese gibt es mit Drehgelenk oder mit dem SpeedLock Schnellverschluss.

Spitze

Es gibt den langen Dorn wie bei LEKI oder eine angeschrägte Spitze in Laufform. Normal ist mir der Dorn lieber, aber auf Eis darf es ruhig Spitz sein. Aber wann braucht man das schon?

 

Stocklängen

Basis ist wohl noch immer Körpergröße x 0,66. Aber das kann stark variieren und hängt nicht zuletzt von der Armlänge, Schrittlänge, Tempo und Terrain ab. Nutzt anfangs verstellbare Stöcke um die richtige Länge zu erhalten. Ein Trainer kann euch dabei beraten.

 

 

Asphalt Pad

Er soll eigentlich nur die Geräusche dämmen, die auf Asphalt oder harten Böden entstehen.  Anfangs waren das Gummistopfen mit Profil und wurden immer mehr verbessert. Heute haben wir mehrere Schnellsysteme für einen einfachen Wechsel von Sitze zu Pad. Den Anfang Swix mit der Twist&Go Spitze, Exel entwickelte einen Klappmechanismus an der Spitze, Newbalanced nutzte einen Drehmechanismus unterhalb des Griffes und nun gibt es eine versenkbare Spitze von LEKI.

Abnehmbare Schlaufen.

Als die ersten Stöcke von LEKI mit der Trigger 1 Schlaufe auf den Markt kamen, war das besonders für die Trainer sehr reizvoll. Unterwegs erklären und immer aus der Schlaufe schlüpfen? Mit dem Trigger1 löste man sich per Knopfdruck vom Griff und war ebenso schnell wieder verbunden.  Mehrere Hersteller versuchte es mit eigenen Systemem und keiner kam an das Trigger1 System und dann stellte LEKI selbst seine Erfindung in den Schatten mit dem Shark Griff. Er ist nach wie vor das Maß der Dinge.

Mehr noch. LEKI verkauft dieses System auch bei Ski- und Wanderstöcken. Dazu gibt es diverse Handschuhe und so kann jeder alles kombinieren. Praktisch, funktionell und eine sagenhafte Erfindung.

Die allererste Schlaufe:

Exel hat ursprünglich eine Handgelenksschlaufe gehabt und die war echt genial. Die C-Race Schlaufe lag gut um das Gelenk, Kraftübertragung auch gut und man konnte schnell aus der Schlaufe schlüpfen. Nach den LEKI Trigger Systemen die beste Schlaufe die es je gab. Es ist mir völlig schleierhaft, warum Exel später die Daumenschlafe eingeführt hat. Ich habe damals ein Model bekommen und es war ne Katastrophe.

Nordic Walking Stöcke vom Discounter

Was anfangs als Nordic Walking Stöcke verkauft wurde, waren irgendwie Wanderstöcke mit falschem Aufdruck. Erst später gab es Nordic Walking Stöcke im Discounter mit entsprechenden Stocklängen.

Dann kam der Stocktest der Stiftung Warentest und da bekam ein Discountstock die selbe Wertung wie ein Exel Stock? Lang und Breit trat ich den Gegenbeweis an und musste feststellen, dass Stiftung Warentest ... sagen wir etwas arg inkompetent da stand.

Die Spitze war weich wie Butter. Der Schaft aus Glasfaser ( das einzig Gute ) und der Griff nicht zu gebrauchen. Der hat nicht mal die Technik unterstützt. Beim loslassen fiel der erst mal 10cm nach unten...

Mittlerweile sind die Schlaufen besser und abnehmbar, aber empfehlen würde ich die nicht. Zumal diese unter schlechtesten Bedingungen produziert werden. In meinen Augen Ausbeutung... Ein gutes Einstiegsmodell gibt es z.b. von LEKI für 40,00€.


 

 

 

 

 

 

 

Anleitung

 

Stöcke und Zubehör

 

Gesund mit Nordic Walking

 

Wissenswertes