walker fluss hund 5

Nordic Walking ALFA Technik

Erst die unsinnigen Sprüche von 30% Gelenkentlastund und dann kommt das Sahnehäubchen: Die ALFA Technik. Nicht nur das man meine Publikationen zu "kurze Schritte sind gesünder" eingebaut hat, nein die Technik ist nun Stocksteif und wider der normalen und vor allem gesunden Lauftechnik.

 

 

ALFA Technik – Macht das bloß nicht.

Sie ist für mich das Maximum an Dummheit und war eigentlich nur die Technikabgrenzung zur bestehenden Nordic Walking Technik. Dabei hatte mich der damalige Verbandsvorsitzende ( Andreas Körber ) noch scharf angegriffen, was ich mit meinem Artikel „Kurze Schritte sind gesünder“ ( aus 2003 ) bezwecken wolle. In ALFA wurde das dann aber umgesetzt als angepasste Schrittlänge....

Begründung:

Die Technik basiert auf einen aufrechten Gang und durchgedrückten Armen und Beinen. Angeblich supergesund und das bezweifle ich.
Nordic Walking zeichnet sich durch eine geringe Gelenkbelastung aus. Aber mit durchgedrückten Beinen, kann die Energie im Knie nicht abgebaut werden und wird bis zur Lendenwirbelsäule weiter gegeben. Das mag nicht viel sein, aber 500mal / Bein ist auch eine Hausnummer.

Beispiel:
Stellt Euch auf eine kleine Mauer und springt hinunter. Automatisch winkelt Ihr Fußgelenk, Knie und Hüfte an um beim Aufprall in einer Hockposition zu sein.  Denn diese federt die Aufprallenergie am besten ab.

Niemand würde auf die Idee kommen, mit durchgedrückten Beinen zu springen. Nicht einmal von einer niedrigen Mauer.

Aber 500 Ministöße / Kilometer und Bein sind gesund? Das kann mir keiner erzählen!

Arme

Ein durchgedrückter Arm hat dasselbe Problem. Ein Gelenk zur Dämpfung wird ausgeschaltet. Damit wird die Hauptenergie im Handgelenk abgebaut und der Rest in der Schulter. Das heißt, das die Impulsspitze nicht auf Handgelenk, Ellenbogen und Schulter verteilt wird, sondern zuerst mal vom Handgelenk abgefangen wird. Auch hier wieder 500mal / Kilometer.

ALFA-Technik und Gelenkbelastung

In der Auftrittsphase werden besonders die Gelenke, Muskeln und Sehnen beansprucht. Daher versucht man bei Problemen die Impulsspitze durch weichen Untergrund, Fersendämpfung in den Schuhen und kürzere Schritte zu verkleinern. Dieser Impuls zieht sich bis in den Rücken und daher ist es so enorm wichtig, ihn klein zu halten.

Ein durchgedrücktes Knie bedeutet nur, dann wir ein Federungselement ausschalten und den Impuls stärker als nötig in den Rücken leiten. Eine andere Frage wäre noch, wie sich 2 Knochen langfristig verhalten, wenn sie im 180 Gradwinkel aufeinander treffen.

Ein angewinkeltes Knie mag den Impuls nur etwas dämpfen, aber das 500mal / Kilometer und da wären wir wieder bei "steter Tropfen hölt den Stein".

 

Resümee

Auch wenn sich immer alles so fantastisch einfach anhören mag, denkt mal über meine Argumente nach. Die positiven Effekte kommen ja davon, dass man 500mal je Kilometer eine leichte Bewegung macht und da sind Impulsspitzen einfach nicht dienlich.

Das wäre ALFA - Das sieht schon komisch aus und wird in den Kommentaren auch belächelt.


 

 

 

 

 

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