walker wanderweg

Nordic Walking hat sich als Ausdauersportart zu einem beliebten Trend entwickelt. Junge und alte Menschen, die mit Joggen überfordert oder mit Walking unterfordert sind, greifen gerne zu den Stöcken. Doch obwohl Nordic Walking allgemein nicht als anstrengend empfunden wird, birgt diese Sportart Risiken, die es zu minimieren gilt.


 

 

 

Nordic Walking: Optimale Lauftechnik unter orthopädischen Gesichtspunkten


 

Beim Nordic Walking können bestehende körperliche Probleme durch eine falsche Technik verschlimmert statt verbessert werden. Viele Sportler haben sich ein schädliches Gangmuster angewöhnt und handhaben die Stöcke uneffektiv. Beschwerden der Gelenke sowie im Rücken- und Nackenbereich werden dadurch begünstigt. Deshalb ist es empfehlenswert, von vornherein eine Lauftechnik unter orthopädischen Gesichtspunkten bei einem speziell geschulten Lauftrainer zu erlernen oder sich besser gleich von einem Orthopäden beraten zu lassen. Fachärzte wie in der Kölner ORTHOPARC-Klinik können bei einem persönlichen Termin eventuelle Vorschäden und falsche Haltung sofort erkennen und geben Ihnen Tipps wie Sie Ihre Bewegungen optimieren.

Gelenkschonende Lauftechnik

Der erste Schritt zum gesunden und effektiven Nordic Walking ist die richtige Lauftechnik. Diese sollte erlernt werden, bevor die Stöcke zum Einsatz kommen. Ein großer Teil der Nordic Walker hat ein falsches Gangmuster verinnerlicht, bei welchem das Becken seitlich abzukippen droht und das Hüftgelenk bei jedem Schritt mit dem dreifachen Körpergewicht belastet wird. Ursache ist zumeist eine unzureichend trainierte Stützmuskulatur, aber auch Fehlstellungen der Hüften, Beine oder Füße. Dies fördert den Verschleiß der Gelenke sowie Rücken- und Nackenschmerzen. Wer bereits unter Beschwerden leidet, sollte sein Gangmuster von einem speziell geschulten Therapeuten untersuchen lassen. Empfohlen werden Fußdruck- und Ganganalyse , Haltungsanalyse oder Kurse von Lauftrainern, die nach der DWI-Methode geschult wurden. In diesen Kursen erlernen die Teilnehmer die Orthomed-Technik, eine medizinisch-orthopädisch orientierte Lauftechnik, die besonders funktionell ist und die Gelenke schont.

Natürliche Gegenrotation

Die Gegenrotation von Schulterachsen und Beckenachsen gehört eigentlich zur natürlichen Fortbewegung des Menschen, die meisten haben sie jedoch verlernt. Bei der richtigen Lauftechnik bewegen sich Arme und Beine diagonal in die gleiche Richtung, so bewegen sich etwa die rechte Schulter und die linke Hüfte gleichzeitig nach vorn und umgekehrt. Auf diese Weise werden tiefgelegene Muskeln im Rumpf angesprochen, die sonst kaum in eine Bewegung integriert werden. Diese Muskeln spielen eine entscheidende Rolle bei der Stabilisierung der Wirbelsäule. Eine Lauftechnik mit Schulter-Beckenachsen-Gegenrotation kann daher Rückenschmerzen effektiv vorbeugen. Die richtige Technik muss häufig in einem Kurs bewusst erlernt werden, weil sie für die meisten Menschen ungewohnt ist.

Stöcke richtig einsetzen

Falscher Stockeinsatz belastet die Gelenke am meisten. Der optimale Stockeinsatz beim Nordic Walking erfolgt schräg hinter dem Körper, so dass die Stöcke eine Schubfunktion auf den Körper ausüben. Diese Technik ist nicht einfach und erfordert Übung, dafür beansprucht sie Muskelgruppen, die die Wirbelsäule stabilisieren und eine gerade Haltung fördern. Experten raten Nordic Walkern, auch hin und wieder ohne Stöcke zu laufen, um die natürliche Körperbalance nicht zu verlernen.

 

 


 

 

 

 

 

 

Anleitung

 

Stöcke und Zubehör

 

Gesund mit Nordic Walking

 

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