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Die richtige Technik
Jeden Monat besuchen 1500-2500 Besucher unsere Technikseite und das nicht zuletzt, weil sie sich über die richtige Technik informieren wollen. Ein positiver Grundgedanke ist dabei, dass sie sich um die Qualität ihrer Technik sorgen, der erste Schritt in die richtige Richtung.
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Aber die Frage ist schon häufiger gestellt worden: Was ist denn nun die richtige Technik?
Die Ursprungstechnik wurde von Marko Kantaneva aus Finnland entwickelt und leitet sich aus dem bereits seit 1930 praktiziertem Stocklauf der Skilangläufer ab. Mit der Verbreitung und Ausbildung der ersten Master Trainer der INWA (International Nordic Walking Association) wurde dieser Technik auch häufig der Name "INWA-Technik" gegeben. Diese ist nun 10 Jahre alt und noch immer die Idealform, auch wenn inzwischen gerade in Bezug auf die Schrittlänge einige Änderungen vorgenommen worden.
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Video mit Marko Kantaneva
Im folgenden kurzem Video ist sehr gut zu sehen, was Nordic Walking wirklich ist: Ein Training. Besonders der druckvolle Schub nach vorn über Schulter, Oberarme und Ellenbogen ist markant für eine gute Technik.
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Die Hauptmerkmale sind:
- Diagonaltechnik
- Öffnen der Hände im letzten Drittel der Schubphase
- Gebeugter Arm im Ellenbogenbereich
- Schrittlänge entsprechend des Trainings
- Kraftvoller Schub nach vorn
- Leicht gebeugter Oberkörper
- Pulsfrequenz, die noch eine Unterhaltung zulässt
- Aufsetzen auf der Ferse mit entsprechendem Abrollen der Füße
Für mich ist dies die effektivste und gesündeste Nordic Walking-Technik. Ich spüre sie beim Laufen auch sehr genau. Bei einem Arbeitsunfall habe ich mir zwei Bandscheiben kaputt gemacht und ein Stück Knochen aus der Lendenwirbelsäule gebrochen. Ich spüre also jede höhere Belastung sehr genau. Daher habe ich damals auch Techniken gesucht, die auf solche Sachen Rücksicht nehmen.
Was macht eine gute Technik so gesund?
- Das Training ist sehr individuell anpassbar
- Ich kann fast überall Nordic Walking ausüben
- Ich nutze Bewegungsabläufe in den Beinen, Oberkörper, Schultern und Armen gemeinsam
- Zeitgleich werden sehr viele Muskeln trainiert
- Die Belastung auf Gelenke ist kaum höher als im Alltag
- Nordic Walking ist ein sehr gutes Cardio-Training
- Hoher Kalorienverbrauch
- Kann als sanftes Training bei Gesundheitsproblemen eingesetzt werden
- Jeder kann es ausüben und es ist ideal für Gruppen und Familien geeignet
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Daher ist es auch ratsam, das Thema Technik gerade am Anfang nicht zu vernachlässigen. Nordic Walking kann bei der richtigen und bewussten Ausführung eine der gesündesten Sportarten sein.
Wer lehrt diese Technik:
- DSV
- VDNOWAS
- GNFA
- DWI
- Viele Sportvereine vor Ort
- Trainer in Sportgeschäften
Die ewige Diskussion: ALFA Technik
Für mich ist ALFA vom Tisch und das aus mehreren Gründen. ALFA steht für einen aufgerichteten Körper und lange Arme. Letztendlich stöckelt man nur rum. Zwei Trainer haben mir gezeigt, wie unangenehm diese Methode ist und dass sie das Gefühl vermittelt einen Besen im Kreuz zu haben. Zudem habe ich mir mehrere Videos angesehen, in denen selbst ein Mastertrainer entgegen der ALFA Technik die Arme anwinkelt und später kaum die Hände nach hinten bekommt durch den hoch aufgerichteten Oberkörper und die langgestreckten Armen.
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Ist das ungesund?
Es ist sicher effektiver als einfaches Herumstöckeln. Über die ungesunde Wirkung lässt sich allerdings streiten. Sagen wir es so, ich merke jeden Stoß in der Lendenwirbelsäule. Wenn ich so hoch aufgerichtet laufe, sind auch meine Beine kaum eingeknickt, eigentlich gar nicht, wenn es zügiger geht. Da ich dann weder im Knie noch im Becken federn kann, schlägt der Stoß beim Aufsetzen auf der Ferse wesentlich mehr zur Lendenwirbelsäule durch als bei Techniken mit angewinkelten Extremitäten. Für mich fatal!
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Ein einfacher Test für Jedermann:
Hoch aufrichten, Brust raus, Bauch rein und Schultern nach hinten. Dann einen Ausfallschritt machen. Man merkt deutlich den Schlag in der Ferse. Hat man zeitgleich das Bein durchgestreckt und das Becken gerade, merkt man das bereits leicht in der LWS. Das passiert dann 500 Mal pro Bein pro Kilometer. Zwar nicht so stark wie im Test, aber halt sehr häufig. Das sollte der Einsteiger im Hinterkopf behalten.
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Ein ähnlicher Effekt ist auch im Alltag zu beobachten. Springt man einen Absatz hinunter, dann versucht man sich abzufedern über das Fußgelenk, Kniegelenk und Becken. Der Körper zieht sich zusammen wie eine Feder. Kein Mensch würde auf die Idee kommen, freiwillig kerzengrade auf den Boden zu springen. Das ist zwar übertrieben ausgedrückt, aber verdeutlicht genau den Effekt des Körpers, wie er als Feder versucht Energien zu kompensieren.
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Dennoch gibt es natürlich auf die ALFA Technik eine wissenschaftliche Studie von Herrn Dr. Burger. Diese sagt im Kern aber lediglich aus, dass beim Aufsetzen und Abdrücken je eine Belastungsspitze hat und diese durch das Anpassen der Schrittlänge jeweils reduziert oder maximiert werden kann. Dennoch ist die Relevanz dieser Studie in Bezug auf die Gesundheit der Technik und die Effektivität kritisch zu betrachten. Nicht ohne Grund meint der Volksmund: Traue nie einer Studie, die du nicht selbst gefälscht hast. Ich betrachte diese Studie als einfache PR-Methode, um die Technik zu vermarkten und halte sie daher für wertlos.
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Daher meine Meinung: Ich höre auf meinen Verstand, 8 Jahre Erfahrung und meine Lendenwirbelsäule, die eindeutig Nein zur ALFA Technik sagen.
Linktipps:
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