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Nordic Walking-Trainer - Gestern und Heute
Nordic Walking-Trainer

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Braucht man heute noch einen Trainerschein oder eine Verlängerung? Diese Frage ähnelt der nach gutem Wein, je länger er liegt, desto besser wird er. Lange habe ich darüber nachgedacht und eines wird immer deutlicher. Die Lösung liegt nicht im Nordic Walking, sondern in vielen anderen Dingen. Ich schließe die Einleitung mal ab mit dem Slogan: Werdet kreativ.#


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Und so versetzen wir uns in die Zeit anno dazumals, als es gar nicht genug Trainer geben konnte und selbst der kleinste Ort mindestens 1-2 Trainer hatte. Dazu kamen dann ja auch noch die Sportangebote der lokalen Sportverbände und der Freizeitsport. Alles in allem viel zu viel und so bereinigte sich der Markt selbst und sehr viele haben ihre Trainerscheine nicht verlängert.

Und heute?

Haben wir 3 große Gruppen und die Einzelwalker, die noch fest dabei sind:
  • Gesundheitssport, der vorrangig von Physiotherapeuten und Sportlehrern angeboten wird. Oft auch in Kooperation mit Praxen oder Kurorten.
  • Vereinssport unter der Fahne von bekannten Verbänden wie DLV, DSL und LSB. Hier stellt Nordic Walking eine sinnvolle Erweiterung des bestehenden Programmes dar.
  • Nordic Walking-Vereine / -Trainer, die wirklich was auf die Beine gestellt haben.



Das ist wahrlich keine schlechte Basis, aber es ist einfach ein Fakt: Wer einmal die Basistechnik beherrscht, braucht eigentlich nicht mehr viel. Aber in dem eigentlich liegt eine ganze Menge Diskussionsstoff. Nicht zuletzt heißt es ja auch: Wer rastet, der rostet. Aber wo man früher den Trainer quasi die Scheine hinterher geschmissen hat, legt man heute mehr Wert auf Qualität und Vielfalt. Hier zeigt es sich auch wieder, wenn der Festschmaus vorbei ist, wird man kreativ und so entstanden viele "Neuerungen" oder Spezialthemen für bestimmte Krankheitsbilder. Damit wuchs auch die Vielfalt, besonders im Fokus lagen dabei Rückenschule, Gewicht und Probleme bei bewegungseinschränkenden Krankheiten.


Ein anderes Problem ist, dass man die Touristiker recht rücksichtslos über den Tisch gezogen hat und das ist noch milde ausgedrückt. Bei unseren Tests kam Katastrophales zu Tage und überall hört man ähnliche Stimmen. Unterm Strich war das massive Überangebot in dieser doch recht kurzen Zeit und der Medienrummel zuviel. Aber jetzt, wo sich einiges gelichtet hat, sieht das schon ganz anders aus. Alle wollten den Übernachtungstourismus und somit Nordic Walking als Reisegrund, ähnlich wie Wandern, aber das hat sich als Fehler herausgestellt. Viele nutzen aber die Möglichkeit im Urlaub, sich mit den Stöcken zu entlasten. Hier muss man ansetzen, ebenso beim Tagestourismus.


Ja zur Ausbildung / Fortbildung.

Nordic Walking bleibt eine der gesündesten Sportarten, die man betreiben kann und das immer und überall. Damit beinhaltet diese Sportart auch eine Botschaft. Diese gilt es weiterzutragen, nämlich dass Gesundheit und Aktivität fest zusammengehören. Seinen Trainerschein kann man machen, wenn kein Trainer da ist, um so z.B. Vereine, Touristiker oder Menschen vor Ort zur Bewegung zu animieren. Oder man erweitert seinen Horizont, um in bestehenden Lauftreffs Abwechslung zu bieten. Die Verbände machen es ja vor, dass man eben nicht auf der Stelle treten sollte, sondern die Möglichkeiten seiner Umgebung nutzt.

Aber ist Nordic Walking eigentlich alles, was die Umgebung bietet? Bei Weitem nicht und wenn man einen Treff organisiert, warum nicht auch mal Abwechslung ins Spiel bringen? Mal einen kleinen Lauf gemacht, eine Fahrradtour, im Sommer schwimmen oder mal einen Wanderausflug. Nordic Walking muss doch nicht alleine stehen. Sporteln ist beliebt und wenn man über seinen Tellerand blickt, gibt es da gar viel zu sehen.

 


Abwechslung bieten

Wir nennen das Aktivwellness, denn Sporteln in all seinen Facetten fördert das Wohlbefinden und somit auch die Gesundheit. Aber wer sich bewegt, darf sich ruhig auch belohnen und ob das nun die Sauna, eine Massage oder ein guter Wein ist, ist nebensächlich. Hauptsache gesund. Aktivwellness wird immer da sein, wo sich Aktive etwas Gutes gönnen. Übrigens ist das auch ein Konzept, was sich sehr schön in den Tourismus einbetten lässt. Man wird nicht Nordic Walking-Trainer für ein Hotel / eine Region, sondern ein Servicedienstleister rund um Sport und Wellness.

 


Besonders interessant:

- Pilgerwandern, meist Mehrtagestouren, bei denen sich auch Stöcke optimal anbieten.
- Tagesausflüge z.B. in andere Parks oder man besucht sich unter Vereinen/Freunden/Treffs mal gegenseitig
- Ausflüge zu Events wie Wandern, DVV- oder Nordic Walking-Veranstaltungen

Und wenn man schon Angebote erstellt, dann sollte man auch immer versuchen mit den Aktiven der Umgebung zu kooperieren. Gemeinsam sporteln macht einfach mehr Spaß und Sinn.

 

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Fazit:

Es sind nicht die Trainerscheine, die Nordic Walking machen, sondern wir und so liegt es auch an uns, etwas aus den regionalen Möglichkeiten zu machen und auch über den Tellerrand hinaus zu schauen. Die Verbände geben uns eine Menge Grundlagen, aber nur wir selbst sehen, was in unserer Umgebung machbar ist und mit wem. Werdet kreativ!



 
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